
Fordern und fördern
Arbeitsweise und theoretische Grundlagen
Basierend auf langjähriger Erfahrung, beruflichen Erkenntnissen und einer stetigen Bereitschaft sich weiterzubilden, bietet das Team von SecondRound individuell abgestimmte Lösungsansätze für Jugendliche und junge Erwachsene, basierend auf Ressourcen und Fähigkeiten. Fokus liegt dabei auf einer Haltung des Fordern und Fördern des Klientel zur Bewältigung der Entwicklungsaufgaben mit dem Ziel eines selbständigen, autonomen Lebens.
Weiterführende Informationen
BerufscoachingFLEGS®
FLEGS® Timeout
Psychosoziales Coaching
Sozialpädagogische Familienbegleitung
Sozialpädagogisches Sportcoaching
Wohncoaching
Je nach Situation und Aufgabenstellung arbeiten wir mit verschiedenen Methoden und Coachingtools um den Beratungsprozess wirksam zu unterstützen:
- Klientenzentrierte Gesprächsführung
- Systemischer Ansatz
- Lösungsorientierter Ansatz
- Zielklärungsmethoden
- Entscheidungsfindung
- Rollenanalyse
- Provokationen
- Humor
- Konfrontation
- Sport
- Trigger Tool «Bilderkarten» - das Coaching- und Kommunikationstools für den visuell gestützten Austausch von Ideen, Gedanken und Erfahrungen
- Online-Coaching
Intensität und zeitlicher Rahmen der Betreuung
Die Intensität der Betreuung hängt individuell vom Betreuten und dessen Problematik ab. Daher kann der zeitliche Rahmen von wenigen Stunden bis hin zu mehreren Monaten Betreuung variieren. Die Massnahmen werden jeweils auf den Jugendlichen und dessen Umfeld abgestimmt und finden nach Bedarf mit Eltern und Behörden statt, um weitere Zukunftspläne aufzuzeigen und festzuhalten.
Muster für Schwierigkeiten eruieren
Jugendliche und Heranwachsende, die das Coaching - freiwillig oder von einer Behörde aus - in Anspruch nehmen, haben unterschiedliche Probleme und Anliegen. Um diese genau zu analysieren, wird mit den Jugendlichen deren bisherige Lebensgeschichte betrachtet und somit Muster für Auffälligkeiten aufgezeigt. Liegen Anzeigen wegen begangener Delikte vor, werden die Vorfälle ebenfalls besprochen.
Reflektieren von problematischem Verhalten
Ziel der Betreuung ist es, dass die Jugendlichen ihr eigenes problematisches Verhalten reflektieren, sich damit auseinandersetzen und somit die Ursache dieses Verhaltens erkennen. Im Anschluss erarbeiten die Jugendlichen dann gemeinsam mit ihrem Betreuer neue Wege zur Lösung von Konflikten. Somit werden die persönlichen Fähigkeiten der Jugendlichen gefördert und sie lernen, mit schwierigen Situationen im Alltag selbstständig umzugehen.
Auswertung und Transfer
Ziel der Reflexion ist es, der Gruppe oder dem Einzelcoachee die Chance zu geben, Erlebnisse und Emotionen zu artikulieren. In diesem Zuge sollen auch neuste Erkenntnisse sichtbar gemacht sowie Verhaltens- und Handlungsziele festgelegt werden. Des Weiteren werden neue Lösungsmöglichkeiten sowie positive Situationen hervorgehoben. Die Aufbereitung hilft den Jugendlichen, Erlebnisse bewusst und greifbar zu machen und somit in den Alltag zu integrieren.
Abklärung
Um den anfänglichen Ist-Zustand eines Klienten, genauer gesagt, seine Ressourcen und Defizite besser sichtbar zu machen sowie seine Beurteilung nach dem Coaching zu manifestieren bezüglich seiner Fähigkeit und Motivation, Regeln und Gesetze einzuhalten, arbeitet SecondRound mit einem Rechtspsychologen und Therapeuten zusammen. Jeweils am Anfang und am Ende eines Coaching findet hierfür eine Abklärung über den Rechtspsychologen statt. Abklärung ist ein Zusatzangebot und kann zu den verschiedenen Angeboten dazu gebucht werden.
Theoretische Grundlagen
Das Verständnis und die Haltung der Coachs beeinflussen den Verlauf des Trainings. Deshalb haben wir uns intensiv mit Theorien und Grundlagen auseinandergesetzt und konnten bei der Entwicklung des Coachings und verschiedener Programme unsere langjährige sozialpädagogische Erfahrung mit dieser Zielgruppe einfliessen lassen. Das Coaching baut auf den folgenden theoretischen Grundlagen auf:
Jugend als Lebensphase
Für die Beschäftigung mit dem Themenbereich Coaching von Jugendlichen und Heranwachsenden ist die Kenntnis der Besonderheiten der Lebensphase Jugend erforderlich. Junge Menschen müssen besondere Herausforderungen bewältigen. Alterstypische Entwicklungsaufgaben und Bewältigungsstrategien bestimmen das Verhalten von ihnen mit, sodass diese zunächst näher betrachtet werden müssen. Um die Persönlichkeitsentwicklung im sozialpädagogischen Coaching fördern zu können, müssen die Angebote auf die Bedürfnisse der Jugendlichen und Heranwachsenden abgestimmt und dabei alle wichtigen Merkmale des Jugendalters beachtet werden.Im Jugendalter werden die Jugendlichen mit unterschiedlichen Herausforderungen und gesellschaftlichen Erwartungen konfrontiert - eine Vielzahl von zu bewältigenden Aufgaben und altersbezogenen Anforderungen an das Individuum. Die charakteristischen Entwicklungsaufgaben nehmen Bezug auf die gesellschaftlichen Normen und Rollenvorschriften, über die in einer Kultur eine breite Übereinstimmung besteht. Diese befinden sich in einem Spannungsverhältnis mit den individuellen Bedürfnissen des Jugendlichen, das dazu führen kann, dass einige Aufgaben nicht vollständig bewältigt werden und im jungen Erwachsenenalter fortgesetzt werden. Die Jugendlichen können während ihrer Persönlichkeitsentwicklung mit Anpassung und Duldung auf die Erwartungen reagieren, aber auch mit Ablehnung und Verweigerung. Die gesellschaftlichen Erwartungen und Bedingungen verändern sich fortlaufend und wirken sich auf die Bewältigung der Entwicklungsaufgaben aus, die wiederum eine zeitliche Verlängerung der Lebensphase Jugend bewirken. Zudem unterscheiden sich die Lebensbedingungen der Jugendlichen unserer Gesellschaft, wodurch es zu verschiedenen Problematiken kommen kann.
Entwicklungskrisen
Sozialisation bezeichnet die Persönlichkeitsentwicklung eines Menschen, die sich aus der produktiven Verarbeitung der inneren und der äusseren Realität ergibt. Ob die Bewältigung gelingt oder nicht, hängt von den zur Verfügung stehenden personalen und sozialen Ressourcen ab. Wissenschaftlichen Studien zufolge durchlaufen etwa 80 Prozent der heutigen Jugendlichen eine positive und gelungene Persönlichkeitsentwicklung und bei 20 Prozent treten vorübergehende oder dauerhafte Probleme bei der Bewältigung der Entwicklungsaufgaben auf (vgl. Hurrelmann & Quenzel 2016: 223). Die sozialen und personalen Ressourcen ermöglichen es dem Jugendlichen, in Krisen- und Konfliktsituationen Unterstützung und Hilfe zu erhalten. Als wichtige personale Ressourcen werden die Lern-, Reflexions- und Planungsfähigkeit genannt, die eine strukturierte und positive Bewältigung beeinflussen (vgl. Hurrelmann & Quenzel 2016: 224). Die sozialen Ressourcen lassen sich als gezielte Unterstützungen und Hilfestellungen aus dem sozialen Umfeld der Familie, Freunde und Schule bezeichnen. Bei Jugendlichen, denen es an personalen und sozialen Ressourcen mangelt, können Schwierigkeiten bei der Bewältigung von Entwicklungsaufgaben entstehen, die weitere Störungen in der Persönlichkeitsentwicklung zur Folge haben können. Eine unzureichende Bewältigung der Entwicklungsaufgaben wird in der wissenschaftlichen Literatur als Risiko- oder Problemverhalten bezeichnet.Bezugspersonen aus dem sozialen Umfeld der Jugendlichen spielen bei der Identitätsentwicklung eine entscheidende Rolle. Neben der Familie stellt die Gruppe der Gleichaltrigen, auch Peergroup genannt, einen zentralen Einflussfaktor für die Jugendlichen dar. Die Peergroup zeichnet sich durch das gleiche Lebensalter und vergleichbare Interessen der Gruppenmitglieder aus und beeinflusst dadurch massgeblich die Entwicklung von Werten, Normen, Einstellungen und Verhaltensweisen der Jugendlichen. Dies kann sich negativ auf die Persönlichkeitsentwicklung auswirken, wenn sich jugendliche Peergroups mit abweichenden gesellschaftlichen Wertvorstellungen und Verhaltensweisen aussuchen und anschliessen.
Das Defizit von sozialen Kontakten, die Überforderung von ständiger Neuorientierung und die dadurch entstehende Stressanfälligkeit können bei Jugendlichen zu Verhaltensauffälligkeiten führen.
Durch das intensive Auseinandersetzen mit diesen Themen konnten wir unterschiedliche Coaching- und Trainingsprogramme zur Unterstützung sozialer Kompetenzen bei Jugendlichen erarbeiten und dabei auf langjährige Erfahrung im sozialpädagogischen Bereich zurückgreifen.

